ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen)
In der heutigen schnelllebigen Zeit, in der sich Entwicklungen überschlagen, müssen zukunftsfähige Berufsschulen ihre Schülerinnen und Schüler bereits heute dazu befähigen, sich Wissen selbstorganisiert und selbstgesteuert anzueignen. Eine wesentliche Unterstützung bei der Bewältigung dieser schulischen Herausforderung sind hierbei virtuelle Lernformen, die zudem die Chance auf zukunftsorientierte, innovative Gestaltung und Organisation von Unterricht eröffnen.
Aus diesem Grund hatte sich die Martin-Behaim-Schule als Pilotschule im Rahmen des Modellprojekts ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen) beim Hessischen Kultusministerium zusammen mit 30 weiteren beruflichen Schulen hessenweit beworben.
Nach eingehender Prüfung der Konzepte wurden fünf Schulen beziehungsweise Kooperationen von Schulen aufgeteilt nach den Regionen Nord, West, Ost, Mitte und Süd ausgewählt. Die ausgewählten Pilotschulen fungieren in ihrer Region als Ansprechpartner und Berater für andere berufliche Schulen mit E-Learning-/Blended-Learning-Konzepten.
Für die Region Süd nehmen als Pilotschulen gemeinsam die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule mit der Friedrich-List-Schule und der Martin-Behaim-Schule für das Berufsschulzentrum Darmstadt Nord, sowie die Landrat-Gruber-Schule aus Dieburg teil.
Projektlaufzeit
Das Modellprojekt Virtuelles Lernen in Berufsschulen (ViLBe) startete am 01.Februar 2009 und läuft über eine Dauer von 4 Jahren.
Zielsetzung
Die Schülerinnen und Schüler im Bereich der Berufsschule sollen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien erwerben, um den veränderten Anforderungen der Arbeitswelt nachhaltig gerecht zu werden. Der Unterricht mit digitalen Medien soll durch Lehr- und Lernarrangements geprägt sein, die neue Formen der Unterrichtsorganisation und neue Unterrichtsmethoden beinhalten. Sie sollen Selbstorganisiertes Lernen der Schülerinnen und Schüler sowie individuelle Förderung weitgehend ermöglichen und so ein wichtiges Fundament für das Lebensbegleitende Lernen schaffen.
Die Erkenntnisse, die im Rahmen des Projektes an den Pilotschulen und deren Kooperationspartnern gewonnen werden, sollen weiteren Berufsschulen zur Umsetzung des Blended Learning dienen.