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ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen)

In der heutigen schnelllebigen Zeit, in der sich Entwicklungen überschlagen, müssen zukunftsfähige Berufsschulen ihre Schülerinnen und Schüler bereits heute dazu befähigen, sich Wissen selbstorganisiert und selbstgesteuert anzueignen. Eine wesentliche Unterstützung bei der Bewältigung dieser schulischen Herausforderung sind hierbei virtuelle Lernformen, die zudem die Chance auf zukunftsorientierte, innovative Gestaltung und Organisation von Unterricht eröffnen.

Aus diesem Grund hatte sich die Martin-Behaim-Schule als Pilotschule im Rahmen des Modellprojekts ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen) beim Hessischen Kultusministerium zusammen mit 30 weiteren beruflichen Schulen hessenweit beworben.
Nach eingehender Prüfung der Konzepte wurden fünf Schulen beziehungsweise Kooperationen von Schulen aufgeteilt nach den Regionen Nord, West, Ost, Mitte und Süd ausgewählt. Die ausgewählten Pilotschulen fungierten in ihrer Region als Ansprechpartner und Berater für andere berufliche Schulen mit E-Learning-/Blended-Learning-Konzepten.

Für die Region Süd nahmen während der Projektlaufzeit (01.Februar 2009 - 31. Januar 2013) als Pilotschulen gemeinsam die Heinrich-Emanuel-Merck-Schule mit der Friedrich-List-Schule und der Martin-Behaim-Schule für das Berufsschulzentrum Darmstadt Nord, sowie die Landrat-Gruber-Schule aus Dieburg teil.

Zielsetzung

Die Schülerinnen und Schüler im Bereich der Berufsschule sollen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien erwerben, um den veränderten Anforderungen der Arbeitswelt nachhaltig gerecht zu werden. Der Unterricht mit digitalen Medien soll durch Lehr- und Lernarrangements geprägt sein, die neue Formen der Unterrichtsorganisation und neue Unterrichtsmethoden beinhalten. Sie sollen Selbstorganisiertes Lernen der Schülerinnen und Schüler sowie individuelle Förderung weitgehend ermöglichen und so ein wichtiges Fundament für das Lebensbegleitende Lernen schaffen.

Die Erkenntnisse, die im Rahmen des Projektes an den Pilotschulen und deren Kooperationspartnern gewonnen wurden, sollen weiteren Berufsschulen zur Umsetzung des Blended Learning dienen.

Am 8. November 2012 fand die Ergebnis- und Transferveranstaltung des Modellprojektes Virtuelles Lernen in Berufsschulen (ViLBe) an der Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel statt.
Während der Projektlaufzeit konnten in den beteiligten Pilotschulen zahlreiche zukunftsweisende Entwicklungen für die Umsetzung virtueller Lehr- und Lernformen, auch im Hinblick auf das Prinzip des Blended Learnings, für die schulische Berufsausbildung erprobt werden. So wurden u.a. für verschiedene Berufsfelder transferfähige Unterrichtskonzepte zur didaktischen Verknüpfung von Präsenzunterricht in den Schulen und dem Online-Lernen im Ausbildungsbetrieb und an anderen Lernorten entwickelt.
Die beteiligten Pilotschulen sowie das Studienseminar Darmstadt für ihre Arbeit im Rahmen des Modellprojektes mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Initiatoren und Kooperationspartner

Initiiert wurde das Projekt vom Hessischen Kultusministerium (HKM) und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung in Kooperation mit der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Weitere Kooperationspartner sind das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. und das Hochschulzentrum für Weiterbildung an der Fachhochschule Gießen-Friedberg.