MBS > Profil > Schulentwicklung > Selbstverantwortung plus > Selbstverantwortung plus an der Martin-Behaim-Schule

Selbstverantwortung plus an der Martin-Behaim-Schule

Neben 16 weiteren hessischen beruflichen Schulen war die Martin-Behaim-Schule Darmstadt seit dem Januar 2005 im Rahmen des Modellprojekts "Selbstverantwortung plus" des Hessischen Kultusministeriums eine eigenverantwortliche kaufmännische Schule. Die Projektzielsetzung der Entwicklung von selbstverantwortlich handelnden beruflichen Schulen ist so umfassend und grundlegend, dass der ursprünglich bis zum 31. Dezember 2009 begrenzte Projektzeitraum um weitere zwei Jahre bis zum 31.Dezember 2011 verlängert wurde.

Der Verlängerung des Modellprojekts stimmte das Plenum der Martin-Behaim-Schule einstimmig zu. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat als Kooperationspartner hierzu ihr Einverständnis erklärt, und das Staatliche Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt hat seine Unterstützung zugesagt.

Zum 1. Januar 2012 wurde die Martin-Behaim-Schule durch das Hessische Kultusministerium zur ersten Selbstständigen Beruflichen Schule in Darmstadt umgewandelt.

Orientierungsrahmen für die Arbeit der Martin-Behaim-Schule

Zur Anzeige des Inhalts wird der AdobeFlash Player benötigt.

Ziele und Schwerpunkte

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit innerhalb dieses Modellversuches liegt für die Martin-Behaim-Schule im Handlungsfeld 1 "Qualitätsentwicklung". Hierbei ist für den Verlängerungszeitraum des Modellprojektes über den 31.12.2009 hinaus bis zum 31.12.2011 im Handlungsfeld Qualitätsentwicklung folgendes Ziel zu erreichen:
"Der Unterricht ist geprägt von selbstorganisiertem und individualisiertem Lernen. Den Schülern stehen die dazu notwendigen Lernumgebungen sowie Medien und Materialien zur Verfügung. Eine Lernplattform ist eingerichtet und unterstützt die Lernprozesse."

Die zum 1. August 2008 eingeführte neue Schulverfassung mit der Implementierung eines Schulvorstands als strategisches Entscheidungsorgan soll deshalb an der Martin-Behaim-Schule weiter erprobt werden, um dem Ziel einer geteilten Führungsverantwortung durch fraktale Strukturierung der Schule und entsprechende Mitsprache der Lehrkräfte im neuen Schulvorstand ("Shared Leadership") gerecht werden zu können. Hierbei ist insbesondere Augenmerk auf das Ziel zu legen, nachhaltige Qualitätsentwicklung und –sicherung durch verantwortetes Gestalten in den fraktalen Bereichen, durch Zielvereinbarungen und Rechenschaftslegung zu sichern. So ist etwa daran gedacht, dass die einzelnen Bildungsgangbereiche der Martin-Behaim-Schule Vertretungsregelungen selbstständig organisieren und auch über entsprechendes Budget verfügen können. Gleiches soll für die Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen gelten.

An der MBS wurde das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem Q2E (Qualitätsentwicklung durch Evaluation und Entwicklung) erfolgreich etabliert. Das beschlossene schulische Leitbild der Martin-Behaim-Schule bildet die Grundlage einer kontinuierlichen Qualitätsentwicklung.

Selbstorganisierte und individualisierte Lernkonzeptionen für den Unterricht werden entwickelt, um dem Ziel des individualisierten Lernens näher zu kommen. Grundlage hierfür bildet die Teilnahme engagierter Lehrkräfte an einer umfassenden schulinternen Weiterbildungsmaßnahme zu Selbstorganisiertem Lernen (SOL) mit Dr. Martin Herold vom Institut für Selbstorganisiertes Lernen. Ein schulisches Lernzentrum wird eingerichtet und eine Lernplattform für Schüler aufgebaut.

Die Einnahmen- und Ausgabenbewirtschaftung der Martin-Behaim-Schule soll im verlängerten Projektzeitraum gezielt weiter entwickelt werden. Die Schaffung von Rechtsfähigkeit von Schulen, die Verleihung von Budgethoheit, Personalverantwortung und adäquaten Führungsstrukturen, sowie die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung bilden weitere Meilensteine auf dem Weg in die Selbständigkeit von Schulen.

Fazit

Die Akzeptanz für das Modellprojekt befindet sich innerhalb des Kollegiums auf hohem Niveau, was auch die einstimmige Zustimmung des Plenums zur Verlängerung des Modellprojekts belegt. Dies ist auch zurückzuführen auf die konsequente und zielgerichtete Arbeit und die dauernde Präsenz der Mitglieder des Schulentwicklungsteams, der schulischen Teilprojektleiterinnen und Teilprojektleiter, des Verwaltungskoordinators und die Unterstützung durch die gesamte Schulleitung und den Schulpersonalrat.

Lehrkräfte machen sich die Ziele des Modellprojekts zu eigen und setzen sich für sie ein! Engagierte Kolleginnen und Kollegen entwickeln gemeinsam in Projektgruppen in den sechs Handlungsfeldern des Modellprojekts neue Modelle für Unterricht und Schule.

Allen Kolleginnen und Kollegen, die sich in Projekten oder sonst einer Form für die Weiterentwicklung unserer Schule (nicht nur im Rahmen Selbstverantwortung plus) engagieren, sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön ausgesprochen. Dies gilt auch für alle anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Schulgemeinde, die uns bei der Entwicklungsarbeit etwa in technischen oder organisatorischen Belangen tatkräftig unterstützen.

Zurück