Schulentwicklung
Schulprogramm
Das Schulprogramm ist ein Mittel, eine erhöhte Selbstverantwortung und damit größere Gestaltungsspielräume der Schule in pädagogischer, personeller, finanzieller und organisatorischer Hinsicht mit Leben zu füllen. Die einzelne Schule soll in ihrem Schulprogramm ihr spezifisches Profil und ihre strategischen Zielsetzungen beschreiben. Mit Hilfe des Schulprogramms soll eine eigene Identität entwickelt werden, mit der sich die Schule auch nach außen darstellen kann.
Die Schulprogrammarbeit ist an der Martin-Behaim-Schule ein zentraler Bestandteil der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Auf der Grundlage ihres Bildungs- und Erziehungsauftrages legt die Martin-Behaim-Schule die besonderen Ziele, Schwerpunkte und Organisationsformen ihrer pädagogischen Arbeit in einem Schulprogramm fest und schreibt es regelmäßig fort.
Selbstverantwortung plus
Neben 16 weiteren hessischen beruflichen Schulen ist die Martin-Behaim-Schule Darmstadt seit dem Januar 2005 im Rahmen des Modellprojekts "Selbstverantwortung plus" des Hessischen Kultusministeriums eine eigenverantwortliche kaufmännische Schule.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit innerhalb dieses Modellversuches liegt für die Martin-Behaim-Schule im Handlungsfeld 1 "Qualitätsentwicklung". Hierbei ist für den Verlängerungszeitraum des Modellprojektes über den 31.12.2009 hinaus bis zum 31.12.2011 im Handlungsfeld Qualitätsentwicklung folgendes Ziel zu erreichen:
"Der Unterricht ist geprägt von selbstorganisiertem und individualisiertem Lernen. Den Schülern stehen die dazu notwendigen Lernumgebungen sowie Medien und Materialien zur Verfügung. Eine Lernplattform ist eingerichtet und unterstützt die Lernprozesse."
ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen)
Die Martin-Behaim-Schule nimmt gemeinsam mit der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule und der Friedrich-List-Schule für das Berufsschulzentrum Darmstadt Nord, sowie der Landrat-Gruber-Schule aus Dieburg als Pilotschule am Modellprojekt ViLBe (Virtuelles Lernen in Berufsschulen) für die Region Süd teil.
Selbstorganisiertes Lernen (SOL)
Im Bereich Selbstorganisiertes Lernen (SOL) wurde bisher an der Martin-Behaim-Schule ein SOL-Einführungsworkshop mit Dr. Martin Herold vom Institut für Selbstorganisiertes Lernen durchgeführt. Eine Informationsveranstaltung an der Berufsbildenden Schule Westerburg zu selbstorganisiertem, individualisiertem Lernen und offenen Raumkonzepten zeigte die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten der im Handlungsfeld 1 geforderten Ziele auf. Beide Veranstaltungen bilden die Ausgangsbasis für die Einführung und Implementierung von SOL-Konzepten an der MBS.
Bildungsarbeit
Die tägliche Bildungsarbeit der Martin-Behaim-Schule findet in den Bereichen der Berufsausbildung, der Weiterbildung und der Berufsausbildungsvorbereitung statt. Das Kollegium lässt sich dabei von der Erkenntnis leiten, dass detailliertes Fachwissen verknüpft sein muss mit der Erweiterung der Methodenkompetenz.
Grundlage ist das von Dr. Heinz Klippert entwickelte Konzept der Pädagogischen Schulentwicklung, das auf die Weiterentwicklung des Unterrichts in didaktisch-methodischer Hinsicht ausgerichtet ist. Es beruht auf vier Säulen:
- Eigenverantwortliches Arbeiten im Fachunterricht
- Methodentraining
- Kommunikationstraining und
- Teamtraining
Erweiterung der sozialen Kompetenz und der allgemeinen Bildung
Ein fester Bestandteil im Arbeitsplan der Martin-Behaim-Schule ist die Erweiterung der sozialen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler und der allgemeinen Bildung. Ein Mittel hierfür sind Studienfahrten mit beruflichem oder mit sportlichem Schwerpunkt.
So werden seit dem Winter 1982 regelmäßig Schulskikurse im Zillertal / Österreich durchgeführt. Jahr für Jahr werden Schülerinnen und Schüler auf diese Weise im Skifahren durch qualifizierte Kollegen und österreichische Skilehrer geschult, haben Gemeinschaftserlebnisse und übernehmen Verantwortung in anderen Lernzusammenhängen. Seit einigen Jahren wird das Angebot durch Snowboardfahren erweitert.
Aber auch andere Ziele in ganz Europa stehen auf dem Programm von mehrtägigen Studienfahrten. Hinzu kommen eine Vielzahl an eintägigen Betriebsbesichtigungen, die unmittelbar durch den Unterricht begründet sind und den Schülern zusätzliche Einblicke in die Praxis gewähren.