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Zweijährige Fachoberschule Gesundheit

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme in die Fachoberschule setzt den mittleren Bildungsabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss mit mindestens befriedigenden Leistungen in zwei der Fächer, Deutsch, Englisch und Mathematik voraus. Entscheidend für die Aufnahme ist jeweils das Abschlusszeugnis.

Mit der Note "mangelhaft" in einem der Fächer Deutsch, Englisch oder Mathematik ist eine Aufnahme in die Fachoberschule nicht möglich. In den unteren Kursen (G– und C-Kurse) dürfen die Leistungen nicht schlechter als "befriedigend" sein.

Bei verkürzten Bildungsgängen (G8) berechtigt die Versetzung nach E1 (Einführungsphase) zum Besuch der Fachoberschule.

Feststellungsprüfung

Bewerberinnen und Bewerber, bei denen die Unterbrechung des Schulbesuchs ein Jahr übersteigt, müssen sich in der Regel einer Feststellungsprüfung unterziehen.
Der Besuch der Berufsschule, die Erfüllung des Grundwehrdienstes oder Zivildienstes, die Absolvierung eines sozialen Jahres oder Erziehungsurlaub gelten nicht als Unterbrechung.

Berechtigung

Die Fachhochschulreife ermöglicht:

  • den Zugang zu einem Studium an einer Fachhochschule
    (z. B. Fachrichtung Pflegemanagement, Pflegewissenschaft, Gesundheitswissenschaft)
  • den Zugang zu einem Bachelorstudiengang an Universitäten, insofern die Universitäten den Abschluss als Zugangsvoraussetzung anerkennen
  • den Eintritt in gehobene Verwaltungslaufbahnen (Inspektorenlaufbahn)
    (z. B. bei Gesundheitsämtern, Sozialämtern, Berufsgenossenschaften, Staatlichen Ämtern für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik)
  • den Zugang zu qualifizierten Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen
    (z. B. Krankenschwester/Krankenpfleger, Physiotherapeut/-in, Logopäde/Logopädin, Ergotherapeut/-in)

Ausbildungsdauer/ Unterrichtszeiten

In der zweijährigen Fachoberschule Gesundheit (Organisationsform A) erfolgt die Ausbildung in zwei Ausbildungsabschnitten.

  • Im ersten Ausbildungsabschnitt (Jahrgangsstufe 11) entfallen auf den allgemeinen und fachtheoretischen Unterricht 12, auf die fachpraktische Ausbildung 24 Wochenstunden.
  • Im zweiten Ausbildungsabschnitt (Jahrgangsstufe 12) beträgt der Unterricht im Pflichtbereich 28 Wochenstunden und im Wahlpflichtbereich 3 Wochenstunden.

Stundentafel

Der Unterricht im ersten Ausbildungsschnitt der Organisationsform A findet in folgenden Lernbereichen statt:

Fachbezogener Unterricht
Hygiene und Gesundheit, Alters- und Sterbensprozess, Grundkenntnisse der Gesundheitslehre, Aufbau des Gesundheitswesens, Wahlpflichtunterricht

Fachrichtungsübergreifender Unterricht
Deutsch, Englisch, Mathematik, Politik und Wirtschaft

Der Unterricht im 2. Ausbildungsabschnitt vertieft die fachtheoretischen und allgemeinen Kenntnisse und führt nach einer Abschlussprüfung (schriftlich und mündlich) zur allgemeinen Fachhochschulreife.

Fachpraktische Ausbildung

Im 1. Ausbildungsabschnitt wird das Praktikum ganzjährig an 3 Tagen (von Montag - Mittwoch) in Altenheimen und Krankenhäusern abgeleistet. Das Praktikum soll Grundzüge der Gesundheitsberufe vermitteln. Das ganzjährige Praktikum dauert vom 1.8. bis zum Ende der vorletzten Woche vor den Sommerferien eines jeweiligen Schuljahres.

Die Martin-Behaim-Schule hat eine Liste ausgewählter Altenheime und Krankenhäuser, die bereit sind, FOS-Praktikanten aufzunehmen.

Aufgenommene Fachoberschüler/-innen haben ihren betrieblichen Praktikumsplatz vor Beginn der Ausbildung an der Fachoberschule bis spätestens 2 Wochen vor Schuljahresende nachzuweisen.

Gemäß den Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes ist bei Praktikumsbeginn eine gesundheitliche Bescheinigung auf eigene Kosten vorzulegen.

Anmeldung

  • Schülerinnen und Schüler, die direkt von einer Schule kommen: Die bisher besuchte Schule reicht die Anmeldungen bis spätestens zum 31. März an die Martin-Behaim-Schule weiter.
  • Schülerinnen und Schüler, die keine Schule mehr besuchen, richten die Bewerbung bis zum 31. März direkt an die Martin-Behaim-Schule.

Beizufügen sind:

  • Lebenslauf mit Lichtbild
  • Kopie der gültigen Aufenthaltserlaubnis (bei Bewerbern/Bewerberinnen aus Nicht-EU-Staaten)
  • Beglaubigte Kopien der letzten beiden Zeugnisse
  • die Eignungsfeststellung der abgebenden Schule
  • eine Bescheinigung über die erfolgte Berufsberatung durch die Bundesagentur für Arbeit oder die Schullaufbahnberatung durch die abgebende Schule

Bitte verwenden Sie zur Vorlage Ihrer Bewerbungsunterlagen KEINE Bewerbungsmappe und KEINE Klarsichthüllen oder Hefter.
Empfehlenswert ist es, die Bewerbungsunterlagen zu lochen und auf einen Heftstreifen geheftet einzureichen.

Was Sie auch noch interessieren könnte:

Informationen zur Berufsberatung für Abiturienten von Bernhard Kliehm, Berufsberater für Abiturienten und Hochschüler bei der Agentur für Arbeit Darmstadt.

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