MBS > Bildungsangebote > Schulformen und Bildungsgänge > Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung > Zweijährige Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung

Zweijährige Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (Fachrichtung Wirtschaft)

Die Ausbildung an der zweijährigen Höheren Berufsfachschule für Informationsverarbeitung (Fachrichtung Wirtschaft) erfolgt im Vollzeitunterricht. Sie umfasst in zwei Jahren wöchentlich 33 beziehungsweise 34 Unterrichtsstunden.
Durch ein Zusatzangebot in Mathematik/Naturwissenschaft, Englisch und Deutsch können geeignete Schüler im Rahmen der Ausbildung die Fachhochschulreife im Schwerpunkt Wirtschaft erlangen.

Ziel der Ausbildung

Es handelt sich um eine Berufsausbildung, die nach erfolgreich abgelegter schulischer Abschlussprüfung dazu berechtigt, die Berufsbezeichnung

"Staatlich geprüfte/r Assistent/-in für Informationsverarbeitung"

zu führen und unmittelbar eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen.

Da die Ausbildung eine erweiterte Grundbildung im Bereich Datenverarbeitung und Programmierung beinhaltet, kann der/die kaufmännische Assistent/-in für Informationsverarbeitung Probleme und Aufgabenstellungen zu Aufbau und Struktur von Rechnersystemen, zur Systemsoftware, zu Datenstrukturen (Dateien, Datenbanken) in kaufmännisch-wirtschaftlichen Anwendungsgebieten bearbeiten.

So kann sie/er zum Beispiel folgende Tätigkeiten im Betrieb übernehmen:

  • nach Einweisung in ein spezielles kaufmännisches Sachgebiet Tätigkeiten und Aufgaben eines Sachbearbeiters/ einer Sachbearbeiterin unter Einsatz von Hard- und Software
  • Handhabung der Hardware und entsprechender Betriebssysteme
  • Arbeit mit integrierter Software
  • Programmpflege und -einrichtung
  • Handhabung von Textsystemen, einschließlich Büro- und Telekommunikation
  • Einweisung von Mitarbeitern/-innen in neue Hard- und Software
  • Hilfestellung bei Betriebsstörungen im DV-Bereich

Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt im Vollzeitunterricht. Sie umfasst in zwei Jahren wöchentlich 33 bzw. 34 Unterrichtsstunden:

Allgemeiner Bereich
Religion/ Ethik, Deutsch, Politik und Sport mit jeweils 1 Stunde.

Berufsbildender Bereich
Auf die folgenden Schwerpunkte verteilen sich 30 Stunden:

  • Wirtschaftsmathematik
  • Englisch
  • Verwaltung, Controlling, Unternehmenssteuerung (Geschäftsprozesse)
  • Systementwicklung, Produktion, Dienstleistung
    (Problemlösungen, Datenstrukturen, Programmierung, Programmiertechnik, Datenbanksysteme)
  • Informations- und Kommunikationstechnik
    (einfache und vernetzte Systeme, Netzwerkverwaltung, Öffentliche Netze)

In den Lernfeldern nehmen die Bereiche Datenverarbeitung, Programmierung und Multimedia – unter Berücksichtigung kaufmännischer Problemstellungen – ca. 50% der Unterrichtszeit in Anspruch.

Ein entsprechendes Interesse der Bewerber/-innen wird erwartet. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Jedoch ist es von Vorteil, wenn im privaten Bereich - zur Sicherung und Vertiefung des in der Schule erworbenen Wissens - ein PC neueren Datums zur Verfügung steht. Der Einsatz von Software in allen Lernfeldern gehört zum Unterrichtsprinzip.
Die Berufsausbildung wird durch ein 4-wöchiges Betriebspraktikum ergänzt. Es soll am Ende des ersten Ausbildungsabschnittes in den letzten beiden Schulwochen und in den ersten beiden Ferienwochen durchgeführt werden.

Erwerb der Fachhochschulreife Fachrichtung Wirtschaft

Durch ein Zusatzangebot in Mathematik/Naturwissenschaft, Englisch und Deutsch können geeignete Schüler im Rahmen der Ausbildung die Fachhochschulreife im Schwerpunkt Wirtschaft erlangen.
Die Eignungsfeststellung erfolgt in einer Konferenz am Ende des 1. Ausbildungsjahres. Voraussetzung zum Erwerb der Fachhochschulreife ist die bestandene Abschlussprüfung der Höheren Berufsfachschule, das Bestehen der zusätzlichen Fachhochschulreifeprüfung und der Nachweis einer ausreichenden beruflichen Tätigkeit.

Der Nachweis einer ausreichenden beruflichen Tätigkeit kann erbracht werden durch:

  1. die Abschlussprüfung in einem anerkannten einschlägigen Ausbildungsberuf oder
  2. eine Laufbahnprüfung im öffentlichen Dienst oder
  3. eine mindestens zweijährige einschlägige Berufstätigkeit im Anschluss an die Höhere Berufsfachschule oder
  4. eine mindestens halbjährige ununterbrochene einschlägige Praktikantentätigkeit in einem anerkannten Ausbildungsbetrieb oder einer öffentlichen Verwaltung im Anschluss an die Höhere Berufsfachschule.
    Das Praktikum ist durch einen Praktikantenvertrag zu begründen und sein erfolgreicher Abschluss durch ein Praktikantenzeugnis zu belegen.

Näheres entnehmen Sie bitte unserem Informationsblatt zum Erwerb der Fachhochschulreife!

Aufnahmebedingungen

Voraussetzung für die Aufnahme ist der mittlere Abschluss (Realschulabschluss). Als gleichwertig anerkannt werden ein Versetzungszeugnis nach Jahrgangsstufe 11 einer gymnasialen Oberstufe, ein Abschlusszeugnis der zweijährigen Berufsfachschule oder ein Zeugnis der Fachschulreife.

Aufgenommen werden kann nur:

  • wer bis zum 30. April das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
  • wer mindestens befriedigende Leistungen in zwei der drei Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik nachweisen kann, wobei in keinem der genannten Fächer die Leistungen schlechter als ausreichend sein dürfen. In begründeten Fällen können auch Bwerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die die Voraussetzungen nicht erfüllen. Der Schulleiter entscheidet.

Anmeldung

Die Aufnahme für die Höhere Berufsfachschule für Informationsverarbeitung ist durch die abgebende Schule spätestens am 30. April des jeweiligen Jahres bei der Martin-Behaim-Schule Darmstadt zu beantragen.

Dem Antrag sind beizufügen:

  • Lebenslauf und Bildungsgang in tabellarischer Form und aktuelles Lichtbild.
  • Beglaubigte Kopie des letzten Schulzeugnisses und ggf. das Zeugnis des Mittleren Abschlusses in beglaubigter Abschrift oder beglaubigter Kopie.
  • Minderjährige müssen ihrem Antrag die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten beifügen.
  • Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten haben eine beglaubigte Kopie einer gültigen Aufenthaltserlaubnis für die Bundesrepublik Deutschland vorzulegen

Zurück